PRESSEMITTEILUNGEN

Pressemitteilung
26. März 2009

PHARMINTECH-BEOBACHTUNGSSTELLE:
DIE PHARMAZEUTISCHE FERTIGUNGSLINIE IST KERNGESUND
Die aus der Abschlussrechnung 2008 abgeleiteten Ergebnisse weisen auf Stabilität der Fertigungslinie im Bereich der Technologien, Materialien und Dienstleistungen für den Verarbeitungs- und Verpackungsprozess von pharmazeutischen und vergleichbaren Produkten.

Mailand, 26. März 2009 - Eine Neuheit unter den industriebezogenen Statistiken Italiens: eine von der Pharmintech-Beobachtungsstelle durchgeführte Befragung zur Konjunktur, um die Erwartungen der Zulieferunternehmen zur Pharmintech, der von Ipack-Ima Spa veranstalteten, internationalen Messe für Technologien, Materialien und Dienstleistungen für die Verarbeitung und Verpackung von Produkten der Pharma- Parapharma- und Nahrungsmittelindustrie, zu eruieren.
Im allgemeinen werden Daten nach Wirtschaftsbereich (so z.B. für die chemische Industrie, die Pharma-, die Autoindustrie) oder nach geographischer Relevanz (z.B. nach Ländern oder Industrierevieren) verarbeitet, aber nicht nach Lieferketten und Fertigungslinien. Der Konjunkturbericht der Pharmintech-Beobachtungsstelle hingegen wurde auf diese Weise erarbeitet.

"Die Pharmintech wendet sich direkt an einen wichtigen Industriezweig" - erklärt Guido Corbella, Geschäftsführer von Ipack-Ima Spa - "und zwar in erster Linie durch die Messe und die dazu synergetischen, kollektiven Marketing-Initiativen." Parallel dazu findet seit zwei Jahren Erforschungs- und Analysetätigkeit seitens der Pharmintech-Beobachtungsstelle statt. Die Pharma-Zulieferindustrie stellt einen besonders gelungenen Fall für die Umsetzung unserer Politik der Dienstleistung und Unterstützung von produktiven Sektoren dar: Pharmintech eignet sich die zunehmend umrissene Rolle eines strategischen Partners im Dienst einer stark international ausgerichteten Business Community an". Die Unternehmen, die vor der eigentlichen Arzneiproduktion arbeiten - und an die sich Pharmintech wendet - bilden eine Gruppe, die in Italien einen Umsatz von über 11 Milliarden Euro und 61.000 Beschäftigte verzeichnet.

Stark zusammenfassend geht aus der Untersuchung hervor, dass die Pharmintech-Zulieferunternehmen aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung weniger der aktuellen Wirtschaftskrise ausgesetzt sind als andere Industriezweige: Beschäftigung vorwiegend stabil, Export unverändert und v.a. das Fehlen jenes Vertrauensverlustes in zukünftiges Wachstum, das andere Industriezweige in so starkem Maße kennzeichnet.

Betrachtet man die Einschätzungen der Abschlussrechnung des 2. Halbjahrs 2008 und die Erwartungen an das 1. Halbjahr 2009 im Detail, besteht Grund zu vorsichtigem Optimismus, da die Umfrage heute - im Gegensatz zu anderen Industriezweigen - keinen allgemeinen Vertrauensverlust in das zukünftige Wachstum der Branche an den Tag legt. Bei den Einschätzungen des Abschlussberichts des 2. Halbjahrs 2008 melden 6 von 10 Unternehmen (61% der Befragten) im 2. Halbjahr 2008 im Vergleich zur ersten Jahreshälfte einen gleichbleibenden oder zunehmenden Umsatz, während nur die verbleibenden 39% einen Rückgang angeben. Schränkt man den Blick auf den Export ein, ist ein deutlich positiver Verlauf festzustellen: Im zweiten Halbjahr 2008 ist der Export in 40% der Fälle angestiegen, während ganze 16% der Unternehmen einen Rückgang verzeichnen.

Daten, aus denen man Hoffnung schöpfen kann, wenn man bedenkt, dass die Stabilität bei Umsatz und Export auf eine positive Konjunktur Bezug nimmt, die 2008 den gesamten italienischen Industriezweig gekennzeichnet hat.
Noch zuversichtlicher stimmen die Angaben zur Beschäftigung, ein konkreter Anhaltspunkt der stabilen Konjunktur, mit nur 3% der Unternehmen, die in der zweiten Hälfte 2008 einen Rückgang angeben, während 14% Neueinstellungen vorgenommen hat.

Hinsichtlich der Erwartungen an das 1. Halbjahr 2009 rechnen 70% der Unternehmen mit einem gleichbleibenden oder zunehmenden Umsatz, während die Zahl der Beschäftigten im wesentlichen unverändert bleibt, da sich die Unternehmen, die einen Rückgang (15%) und die, die einen Zuwachs (12%) erwarten, die Waage halten. Beim Export sind die Erwartungen sogar noch rosiger: nur 15% der Unternehmen rechnen mit einen Rückgang, während 24% eine Zunahme und 61% eine gleichbleibende Nachfrage aus dem Ausland vorsehen.

Diese ersten Angaben zur Konjunktur 2009 seitens der Beobachtungsstelle unter der Leitung des CNR-Forschers und Schriftführers des Gruppo Economisti d'Impresa (Gruppe Unternehmenssachverständige) Giampaolo Vitali beruhen auf den Antworten innerhalb einer 61 Unternehmen zählenden Gruppe von Befragten, die insgesamt über 7.300 Personen beschäftigt, circa 1.600 Millionen Euro umsetzt und vorwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen im Gebiet der Maschinen, Materialien und Dienstleistungen für die pharmazeutische Industrie besteht. Eine weitere Eigenschaft der Stichprobe ist deren wirtschaftliche Anbindung an den pharmazeutischen Bereich: fast 30% der Unternehmen verkaufen über 80% der Produktion an die Pharmabranche.

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